IdeaLab!2010

Seit 10 Jahren ist das IdeaLab! der Kongress für Gründer, Unternehmer und Investoren in Deutschland. Initiiert und organisiert von Studenten der WHU - Otto Beisheim School of Management, bietet es jedem von Euch mit einer Idee für ein Geschäftsmodell eine wunderbare Gelegenheit erfolgreiche Unternehmer und renommierte Investoren aus der deutschen und internationalen Gründerszene kennenzulernen, um über die neuesten Trends und Ideen zu diskutieren. Anlässlich des zehnten Geburtstages laufen die Vorbereitungen für den Kongress bereits jetzt auf Hochtouren. Auch beim IdeaLab!2010 im Herbst des kommenden Jahres erwarten Euch wieder spannende Vorträge, aufregende Panels, interessante Workshops und ein intensiver Austausch zwischen Studenten, Akademikern und Wirtschaftsvertretern bei zahlreichen verschiedenen Networking-Events.


Ideen Börse für Unternehmen von morgen

December 21st, 2009

Was macht IdeaLab! so besonders?! Einige Antworten hierauf und Passagen aus dem IdeaLab! 2009 findet Ihr in diesem SWR2 Interview!

ideen-boerse-fuer-unternehmer-von-morgen.mp3

(bitte klicken sie auf den Link um sich das Interview anzusehen)

Frohe Weihnachten

December 10th, 2009

idealab14

Frohe Weihnachten wünscht das IdeaLab!2010 Team

IdeaLab!2009 - Nachbericht

October 14th, 2009

IdeaLab!2009Am vergangenen Wochenende war es wieder einmal so weit, das IdeaLab! öffnete zum neunten Mal seine Pforten um gründungsinteressierten Studenten, Venture Capitalists, erfolgreichen Gründern und Akademikern eine Plattform des Diskurses zu bieten.

Nach Meinung der Teilnehmer war der diesjährige Kongress wieder einmal sehr gut von den Organisatoren geplant und professionell ausgeführt, eine Tatsache, die zeigt, mit was für einem Herzblut die neun Studenten, die als Organisatoren fungieren, an das IdeaLab!2009 herangetreten sind. Wie auch schon im letzten Jahr eröffnetet Oliver Samwer (European Founders Fund), der zudem als Hauptsponsor auftrat, den Kongress mit einer Rede, die gleich direkt in das Thema Gründung und Charakteristika eines Gründers einführen sollte.

Dass die hochkarätigen Reden, schon wie in der Vergangenheit, ein sehr großer Erfolg und absoluter Publikumsmagnet seien würden, wussten die Organisatoren. Trotzdem war das IdeaLab!2009 anders als all die Vorgänger. Denn zum ersten Mal gab es genauso so viele Paneldiskussionen wie Reden. Der Kongress war somit viel offener und es entstanden viele Momente, in denen Meinungsverschiedenheiten und verschiedene Herangehensweisen gegeneinander abgewägt wurden. Dies wurde von den Teilnehmern sehr geschätzt, da die verschiedenen Wege zur erfolgreichen Gründung interessierten und nicht nur die eine goldene Regel, die zum Erfolg führe.

Doch natürlich darf man die vielen Workshops, Speeddatings und Elevator Pitches nicht vergessen, die es den Teilnehmern ermöglichten selber am Geschehen teilzunehmen. Die Elevator Pitches und Speeddatings wurden zum Beispiel dazu genutzt, die eigene Idee in den Vordergrund zu stellen und neue Investoren oder Unterstützer zu finden. Bei den Workshops hingegen wurden die Teilnehmer direkt in einer Gründungsszenario versetzt, um sich dabei von erfolgreichen Gründern wie Stephan Schubert auf die Finger schauen zu lassen.

Alles in allem muss man sagen, dass das IdeaLab!2009 mit Sicherheit der am besten organisierteste Kongress dieser Art in Deutschland ist und jedes Jahr wieder alle Beteiligten in seinen Bann zieht und begeistert. Vom Großen Galadinner bis hin zu den zahlreichen Medienvertretern hat das IdeaLab! gezeigt, dass es nicht umsonst vom Bundesministerium für Technologie und Wirtschaft zum Ort der Idee im Land der Ideen gewählt wurde. Es ist davon auszugehen, dass es im nächsten Jahr noch spektakulärer und internationaler wird als es das in diesem Jahr bereits war. Wir für unseren Teil, als Organisatoren, werden zumindest alles dafür tun im nächsten Jahr einen Kongress aus dem Boden zu stampfen, der den diesjährigen in allen Belangen übertrifft. Denn es gibt noch viel zu tun auf dem Weg vom studentischen Kongress bis hin zur wichtigsten deutschen Plattform für Junggründer.

Redebericht - Ram Srinivasan

October 10th, 2009

IdeaLab!2009 GlühbirneSamstag, 10. Oktober 2009: Halb Deutschland sitzt vor dem Fernseher und verfolgt das Länderspiel Deutschland gegen Russland. Grob 200 Leute sitzen stattdessen in einem Vorlesungssaal und lauschen gebannt dem Vortrag eines aus Indien stammenden Amerikaners. Die Rede ist von Ram Srinivasan und von den Zuhöreren hat wohl kein einziger diese Entscheidung bereut. Jeder von ihnen verließ den Raum motiviert und fasziniert von einem Redner, der seine Botschaft wirklich verkörperte. Der Gründergeist im Raum war förmlich greifbar und machte Srinivasans Rede so zu einem Highlight und mehr als würdigen Abschluss eines Kongresses,der sich der Aufgabe verschrieben hat, genau diesen heraufzubeschwören.

 

Ram Srinivasan kann nun bereits auf  30 Jahre im Silicon Valley zurückblicken. Lange Zeit war er dabei selbst Unternehmer und Gründer, heute ist er Venture Partner bei Wellington Partners und kennt somit beide Seiten. Von diesem reichhaltigen Erfahrungsschatz ließ er seine Zuhörer  profitieren und gab viele, auch durchaus handfeste, Tipps und Empfehlungen. So sprach er von den möglichen Vorteilen interkulturell zusammengestzter Teams und kritischer Mitarbeiter, den im Internetgeschäft entscheidenden Dimensionen Traffic und Transaction, dem Wert statistischer Auswertungen im Unternehmen und vielem mehr.  Er ermöglichte  seinem Publikum  zudem einen interessanten Einblick in die Arbeits- und Denkweise von VC’s und zeichnete so insgesamt  eine treffende und umfassende Analyse des derzeitigen Umfelds im Silicon Valley.

Doch weder das vermittelte Wissen noch die logisch-analytische Leistung waren Srinivasans eigentlicher Verdienst an diesem Abend. Dieser lag darin, an einem nasskalten Samstagabend in einer beschaulichen mitteldeutschen Kleinstadt einen Funken echten amerikanischen Gründer-Spirit zu entzünden.

Dazu setzte er sehr früh an, nämlich zu der Zeit, als er selbst neu nach Amerika kam. Dort verwunderte ihn nämlich die Korrektur seiner ersten Klausur. Nein, nicht da er schlecht gewesen wäre, sondern allein aufgrund der ungewohnten Systematik. Aus Indien kommend, war er es gewohnt, - wie in Deutschland auch - von 0 ausgehend Punkte für richtige Antworten zu bekommen. Nun bekam er aber von  der Maximalpunktzahl aus gerechnet Abzüge für Fehler und Fehlendes. Mögen beide Verfahren nüchtern und sachlich betrachtet rechnerisch auf das gleiche Ergebnis hinauslaufen, so sieht Ram Srinivasan hier weit mehr als einen kleinen formalen Unterschied. Im Gegenteil, für ihn ist dieser kleine, scheinbar lapidare Fakt Ausdruck einer völlig anderen Art zu Denken und zu Leben, die stets mutig das Positive und Mögliche ins Auge fasst. 

Aus diesem „American Way of Thinking“ erwachse eine völlige andere Einstellung gegenüber Scheitern und Fehlern, die für ihn eine grundlegende Voraussetzung für die große Zahl erfolgreicher (!)  Gründungen im Silicon Valley sei. Stelle in Deutschland oder Indien eine gescheiterte Gründung eine Art „Schmach auf Lebenszeit“ dar, so sähen Amerikaner in ihr eher die Chance aus Fehlern zu lernen , so an diesen zu wachsen und es schließlich beim nächsten Mal besser zu machen. So ist Scheitern für ihn nicht das Gegenteil von, sondern viel eher die Voraussetzug für Erfolg.

Für Erfolg brauche es aber auch gute Ideen und den Mut diese umzusetzen.

Für gute Ideen müsse man es wagen zu denken - kühn und abseits von Konventionen und Paradigmen. Um Ideen umzusetzen, braucht es schließlich Willenskraft.

 

Srinivasans Rede kann als ein lediglich lehrreicher und unterhaltsamer Vortrag verstanden werden. Für die meisten Zuhörer war sie aber wohl weit mehr als das, nämlich ein mitreißender Appell, der Gründungsinteressierte zu Gründungswilligen und Gründungswillige zu zukünftigen Gründern gemacht hat. Sollte Srinivasan dies tatsächlich geschafft haben, so können er und das IdeaLab! stolz auf diese Leistung sein.

 

Zusammenfassung von David Appold