Die Strategie des gesuchten Zufalls

Pioniere. Unter diesem Motto treffen dieses Jahr beim Idealab! 2008 Gründer und Gründungsaspiranten zusammen. Nach vorne tritt Lukasz Gadowski, ein junger, ruhiger Typ: sympathisch, zugleich humorvoll. Präsentieren wird er Team Europe, etwas ähnliches wie ein Venture Capital- Geber, aber eben nicht ganz. Er selbst tituliert es als Internet Konglomerat oder Netzwerk und angesichts der großen Zahl der Investments trifft dies auch zu. In ihm einen Pionier zu sehen fällt nicht schwer. Einst gründete er während des Studiums Spreadshirt, ein Web- basiertes Unternehmen, welches es mittlerweile auf über 250 Mitarbeiter bringt und dessen Geschäftsaktivitäten er als Aufsichtsratsvorsitzender immer noch überwacht. Heute ist er als Kapitalgeber jemand der selbst Pioniere unterstützt. Seine Maxime lautet: Unternehmertum muss Fehler zulassen und baut stark auf das Prinzip “learning by doing”.

Unter dieser Prämisse werden die Aktivitäten des Team Europe erklärt. Gegliedert wird in drei Geschäftsbreiche nach in Wichtigkeit aufsteigender Hierarchie: Co- Investments, Lead- Investments und Company- Building. Beispiele zu allen Kategorien beinhalten Hitflip (einer WHU Gründung), Apomio (ein e- Health Unternehmen, welches bei einem vorherigen Idealab erdacht worden ist) und Käuferportal (ebenfalls eine WHU- Gründung). Gadowski erntet Lacher, als er über die Wichtigkeit von Netzwerken spricht und mit einem Lächeln im selben Atemzug einige Unternehmen erwähnt, deren gute Praktikumsqualität ihm von Bekannten zugetragen wurde und welche er an sein Publikum weitergeben solle.

Schließlich kommt Gadowski zum wichtigsten Teil seiner Rede: den Tipps für Gründer. Die Zuhörer werden aufgeklärt über die wichtigsten Erfolgsfaktoren einer Unternehmensgründung zu denen das Team (”the best teams win”), der Markt und das Modell gehören. Wichtig sei vor allem “Passion” und dass man unbedingt Gas geben solle. Da das Thema Gründung nun allen Anwesenden durch den Kopf geht, gibt der Redner dem dankbaren Publikum schlussendlich noch seine Prognosen bezüglich der momentanen Finanzkrise mit auf dem Weg. Diese soll nicht als Bedrohung sondern als Chance verstanden werden. Wer dies im Hinterkopf behielte, dem stünden alle Türen offen, denn: “Luck favours the prepared mind.”

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