Zwischen Hype und Realität

Wieder einmal war es soweit, der Startschuss zum Idealab 2008, das von den Studenten der WHU – Otto Beisheim School of Management organisiert wird, ist diesen Freitag, den 10.10.08 in Vallendar gefallen. Wie jedes Jahr haben ehemalige Studenten der WHU eine große Rolle gespielt. Dieses Jahr wurde die Anfangsrede von Oliver Samwer gehalten. Wieder einmal schaffte er es die Zuhörer und potentiellen Gründer mit einer Menge praktischem Know-How und seinen Einschätzungen der Zukunftschancen von Jungunternehmern zu beeindrucken.

Oliver Samwer, der selbst mit alando.de und Jamba! bewiesen hat, wie es geht, ging auf die momentane Bankenkrise ein und die damit verbundenen Probleme die sich einem neuen Start–Up stellen können. Aufgrund der momentanen Finanzkrise, wird es, so Samwer, für Unternehmer weitaus schwieriger werden, Kapitalgeber an Land zu ziehen, die bereit sind einen Betrag zu investieren. Obwohl davon ausgegangen wird, dass es in den nächsten Jahren unwahrscheinlich sei einen schnellen Exit zu schaffen, glauben Samwer und noch viele weitere Investoren an das unerschöpflich scheinende Potenzial des Internets. Egal welcher Typ von Webpage oder Internetdienst, nur durch Durchhaltevermögen und kostenbewusstes Arbeiten der Unternehmer ließe sich ein neu gegründetes Unternehmen auch zu einem Erfolg machen.

„Das Internet hat einfach den Vorteil seiner unglaublichen Dynamik“, so Samwer. Es ist demzufolge enorm wichtig sich, diese Dynamik zu Nutzen zu machen. Unternehmen wie Google oder Amazon sind die besten Beispiele wie diese Branche von Ideen und Innovationen genährt wird und lebt. Genau diese Unternehmer werden gesucht, die mit neuen oder alten Ideen aber besseren Konzepten auf unbekanntes Terrain vordringen wollen und somit den Drang verspüren, Pioniere zu werden. Auf diesem Weg, jedoch sei es außerdem essentiell, sich die richtigen Partner ins Boot zu holen um am Ende mit einer gesunden Mischung aus Erfahrung und unverbrauchtem Unternehmergeist Projekte zu einem wirtschaftlichen Erfolg zu machen.

Der in den Medien angesprochene Hype um das Internet, ist Samwers Meinung nach absolut kein Hype. Man müsse sich einfach mal nur die Userzahlen großer WEB 2.0 Unternehmen vor Augen halten um klar zu machen wie real die Rolle des Internets in diesen Tagen ist. Demzufolge wird es immer Social Networks à la facebook.com oder netmoms.com geben, einfach weil es den Menschen auf eine einfach Art und Weise ermöglicht miteinander zu kommunizieren. Hinzu kommt, dass das Gründen von Unternehmen im Internet heutzutage billiger geworden ist. Dies wird bewirkt durch die enorme Vergünstigung von technischen Mitteln wie z.B. Internetleitungen oder Hardware. Neben der Attraktivität von sinkenden Kosten kommt hinzu, dass die bewährten Modelle, wie e-commerce, Online-Gaming und Social Networking immer noch eine Menge an Potential in sich tragen.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass Oliver Samwer neben seiner eigenen Meinung vor allem durch seinen Glauben an diese/seine Branche einen enorm positiven Eindruck auf die Teilnehmer hinterlassen hat. Es ist genau dieser Glaube an das eigene Können und das eigene Konzept, der für Gründer so wahnsinnig wichtig ist und wahrscheinlich auch der Grund warum Unternehmer wie Oliver Samwer so faszinieren und es das IdeaLab! gibt.

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